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Los geht's

2. Chance

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Sie ist 22 Jahre alt und studiert Medizin, ist ehrgeizig, treibt viel Sport und achtet auf ihre Gesundheit. Später will sie als Entwicklungshelferin arbeiten.

Wenn sie länger über ihre Zukunft nachdenkt, sieht sie nur schwarz. Erklären kann sie sich das nicht. Bisher lief in ihrem Leben alles gut. Trotzdem hat sie Angst, dass irgendetwas Schlimmes auf sie zukommt.

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Im Sommer 2013 spürt Rahel beim Sport ein starkes ein Ziehen im Bauch und geht zum Arzt. Der schickt sie direkt in die Notaufnahme. Ein Tumor wächst in ihrem Bauch – sie wird sofort operiert.

Der Tumor ist weg. Aber hat er gestreut? Ist er gut- oder bösartig? Rahel wartet wochenlang auf eine Diagnose.
Dann bekommt sie die Antwort schwarz auf weiß: Rahel hat Krebs. Der Tumor war bösartig. Darum muss sie so schnell wie möglich eine Chemotherapie machen.

Ihre Zukunftsängste werden plötzlich konkret.

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Das Gift der Chemotherapie greift nicht nur die Krebs-, sondern auch die Eizellen an. Das Risiko ist hoch, dass Rahel nach der Chemotherapie keine Kinder mehr bekommen kann. Diese Tatsache ist ein Schock – auch wenn Rahel bis dahin keinen konkreten Kinderwunsch hat.

Ihre einzige Chance: Eierstockgewebe entnehmen und einfrieren zu lassen. Rahel will diesen Eingriff unbedingt. Aber der zuständige Chirurg weigert sich, weil sie gerade erst operiert wurde.

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Dieses Risiko ist dem Chirurg zu hoch. Rahel bettelt, aber er bittet sie, ihre Entscheidung zu überdenken.

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Ihre unbegründete Angst hat jetzt ein Gesicht. Rahel muss sich schnell für oder gegen die OP entscheiden, damit die Chemotherapie beginnen kann.

Ihre Eltern und ihre Schwester sind in diesem schweren Moment für sie da. Sie wollen Rahel trösten, sind aber selbst erschüttert. Trotzdem haben sie Hoffnung.

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Daran glaubt die Familie. Deshalb beten sie zusammen. Sie sind sich sicher, dass Gott weiß, was die bessere Option für Rahel ist. Ihr Vater betet dafür, dass Rahel mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben kann.

Rahel selbst kämpft in der Situation mit ihrem Glauben.

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Sie entscheidet sich, das Eierstockgewebe nicht einfrieren zu lassen. Die Konsequenzen sind ihr völlig klar.

Dass sie später ein eigenes Baby in den Armen halten wird, kann ihr kein Arzt versprechen. Vielleicht kann sie nie einen Familienausflug planen. Es könnte sogar sein, dass sie aufgrund ihrer Entscheidung nie einen Partner findet.

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Die Chemo hat begonnen und soll vier Monate dauern. Schon während des ersten Zyklus der Chemotherapie hat Rahel heftige Nebenwirkungen. Sie ist so schwach, dass sie nicht aufstehen kann, sie hat Halluzinationen und ist tagelang nicht ansprechbar.

Ihre ganze Familie sitzt Tag und Nacht an ihrem Krankenbett.

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Für ihre Familie ist es unerträglich, sie so leiden zu sehen. Die Chemotherapie wird kurz vor Ende abgebrochen. 

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An den Tagen, an denen Rahel genug Kraft hat, schreibt sie Tagebuch. Sie schreibt auf, wie es ihr geht, worüber sie nachdenkt, was sie vom Tag mitbekommt. Ihre Einträge sind wie Briefe an Gott. Dadurch fühlt sie sich ihm nah. Sie kann ihm vertrauen und lernt, ihre Ängste ein Stück weit loszulassen.

Nach drei Monaten Chemotherapie bekommt sie im Herbst gute Nachrichten.

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Die Chemotherapie hat angeschlagen und der Tumor nicht weiter gestreut. Rahel gilt vorerst als geheilt.

Am Anfang hat sie Angst, dass der Krebs zurückkommt, aber nach einem Jahr muss sie nicht mehr jeden Tag daran denken. Ihre Ängste scheinen überwunden – obwohl ihre Zukunft jetzt ungewisser ist als vor der Krankheit. Die Wahrscheinlichkeit, dass Rahel jemals eine Familie mit eigenen Kindern haben kann, ist aus medizinischer Sicht deutlich schlechter geworden.

Das hält Rahel aber nicht davon ab, wieder nach vorne zu schauen.

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Sie macht wieder Sport, studiert und träumt von einer Zukunft als Ärztin. Heute lässt sie sich nicht mehr von ihren Ängsten bestimmen.

Deswegen ist die Krankheit für Rahel zu einer wertvollen Erfahrung geworden. Davon ist auch ihre Schwester Ruth beeindruckt. Trotz der schweren Krankheitszeit blicken sie positiv zurück.

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Mit Anfang Zwanzig lernen sie sich kennen und verlieben sich ineinander.  Beide arbeiten in der Schweiz, lieben Sport und reisen gerne. Über drei Jahre haben sie eine glückliche Beziehung, in der sie fast nie streiten.

Für die beiden ist klar: Sie wollen für immer zusammenbleiben. Monica hat große Erwartungen.

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Der Stress vor der Hochzeit und danach bringt beide an ihre Grenzen. Urlaub zum Erholen ist nicht geplant, weil Stefan eine neue Ausbildung anfängt, die ihm viel abverlangt. Und dann kommt auch direkt der erste Streit.

Der Anfang vom Ende.

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Sie wünscht sich mehr Zeit mit ihm und ist sauer, wenn er auf dem Sofa liegt und Fernsehen guckt. Sie kann das nicht nachvollziehen, weil ihr Job genauso anstrengend ist. Sie freut sich auf einen gemeinsamen Abend, aber der endet immer öfter im Streit.  

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Im Urlaub lernt sie einen anderen Mann kennen, der ihr viele Komplimente macht. Am Anfang flirten sie nur. Später wird daraus eine Affäre. Monica betrügt Stefan nach nur sechs Monaten Ehe.

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Monicas Seitensprung zerstört auch das letzte bisschen Vertrauen zwischen den beiden. Ihre Ehe ist nun endgültig vorbei. Nach einem Jahr Trennung lassen sie sich scheiden.

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Ihr Bruder bekommt Krebs. Obwohl es ihm immer schlechter geht, hat er keine Angst vorm Sterben.

Monica besucht ihn oft im Krankenhaus. Sie kann nicht nachvollziehen, dass er so gefasst mit der Diagnose umgeht.  

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Der Glaube ihres Bruders beschäftigt sie. Sie möchte auch einen solchen Halt im Leben haben und betet:„Jesus, wenn es dich wirklich gibt, möchte ich dich kennen lernen.“ 

Monica braucht jemanden zum Reden. Sie meldet sich bei Stefan und erzählt ihm, wie der Glaube ihrem Bruder hilft. Stefan merkt, dass an Monica irgendetwas anders ist.

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Er denkt, dass der Glaube Monica verändert hat. Darum beschäftigt er sich intensiver mit dem Thema und fängt an, sein Leben zu hinterfragen. 

Er merkt, dass auch er in der Ehe Fehler gemacht hat. Irgendwann spricht er ein Gebet und bittet Gott um Vergebung. Auf einmal überkommen ihn neue Verliebtheitsgefühle und er will seine Ex-Frau zurückgewinnen.

Aber sie gibt ihm einen Korb. Stefans Traum von einer zweiten Chance zerplatzt.

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Stefan gesteht ihr seine Gefühle und es folgen mehrere Wochen, in denen Monica immer wieder an ihn denken muss. Sie erinnert sich an die schönen Zeiten in der Beziehung.

Plötzlich will auch sie einen Neuanfang mit Stefan. Das hätte sie nach der Scheidung nie gedacht. Für sie ist dieser Sinneswandel ein Wunder von Gott. 

Ein Jahr nach der Scheidung geben sich die beiden nochmal ein Versprechen.

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Heute sieht ihr Alltag anders aus. Es ist nicht so, dass sie nicht mehr streiten. Aber sie lernen immer mehr, Kompromisse einzugehen und an ihrer Beziehung zu arbeiten.

Für Monica und Stefan war die Krise notwendig, um eine gemeinsame Basis für ihre Ehe zu finden.

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Redaktion:
Christine Keller
Sophia Sczesny
Anna Maria Spieß

Produktion:
Dietmar Branner
Nikolai Frantz
Johanna Rath
Jasper Rendel

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